Wann muss ein Sonderbericht erstellt werden?
Ein Sonderbericht ist immer dann erforderlich, wenn besondere Vorkommnisse über den normalen Spielbericht hinaus dokumentiert werden müssen.
- Feldverweise (rote Karten)
- Spielabbrüche
- Unsportliches Verhalten von Spielern, Trainern oder Zuschauern
- Besondere Vorkommnisse vor, während oder nach dem Spiel
Warum ist der Sonderbericht so wichtig?
Der Sonderbericht ist die Grundlage für weitere Entscheidungen durch das Sportgericht. Er muss daher sachlich, vollständig und nachvollziehbar sein.
Grundregeln für einen guten Sonderbericht
- Sachlich bleiben: Keine Emotionen oder Bewertungen
- Nur Fakten schildern: Was ist passiert, wann und wer war beteiligt?
- Chronologisch schreiben: Ablauf klar und verständlich darstellen
- Direkte Zitate verwenden: Wenn relevant und korrekt erinnerbar
Aufbau eines Sonderberichts
1. Einleitung
Kurze Beschreibung der Situation:
- Spielpaarung
- Spielminute
- Beteiligte Person(en)
2. Beschreibung des Vorfalls
Was ist genau passiert?
- Konkrete Handlung
- Reaktionen der Beteiligten
- Eigene Wahrnehmung als Schiedsrichter
3. Maßnahmen
- Welche Entscheidung wurde getroffen?
- Welche Karten wurden gezeigt?
- Wurde das Spiel fortgesetzt oder abgebrochen?
Typische Fehler vermeiden
- Keine Vermutungen oder Interpretationen („wirkte aggressiv“ vermeiden)
- Keine unnötigen Ausschmückungen
- Keine emotionalen Formulierungen
- Keine widersprüchlichen Aussagen
Beispiel für eine klare Formulierung
„In der 65. Spielminute beleidigte Spieler Nr. 7 der Heimmannschaft den Schiedsrichter mit den Worten ‚…‘. Daraufhin wurde der Spieler des Feldes verwiesen.“
Nach dem Spiel
- Bericht zeitnah erstellen
- Angaben im Spielberichtssystem vollständig ergänzen
- Bei Unsicherheiten Rücksprache mit dem KSA halten
Fazit
Ein guter Sonderbericht ist klar, sachlich und vollständig. Er hilft dabei, Situationen korrekt zu bewerten und sorgt für Transparenz im weiteren Verfahren.